Maut für Eisenbahnen wird gesenkt

Während Lkw nur auf Bundesfernstraßen Maut bezahlen und zum Beispiel der Fernbus gar keine Maut entrichten muss, sind die Bahnen auf allen Strecken von sogenannten Trassenpreisen betroffen. Um pandemiebedingte Schäden bei den Bahnen auszugleichen, hat die Regierung jetzt bekanntgegeben, dass sie die Schienenmaut für den Personenfernverkehr und den Güterverkehr zu 98 Prozent übernimmt: Und zwar rückwirkend vom März 2020 bis Ende 2021. Im Personenfernverkehr bis ins Jahr 2022.

Anscheinend ist aber auch darüber hinaus Bewegung in die Debatte um die Höhe der Trassenpreise gekommen. Wir fordern schon lange ein Umdenken bei diesem Thema und eine Orientierung an den unmittelbaren Kosten der Zugfahrt. Jetzt hat der Bundestag einen Entschließungsantrag angenommen, der für die Trassenpreise einen Dialogprozess für den Wechsel vom Vollkostenprinzip zum Prinzip der unmittelbaren Kosten des Zugbetriebes fordert. So, wie wir es Mitte April in einer Anhörung im Verkehrsausschuss vorgeschlagen haben.